Aktuelles

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Der besondere Fall:

„Rechts-Carotido-links-subclavialer-rechts-carotidaler Bypass“

Eine 78jährige Patientin stellte sich vor und klagte über Schwindel. Die Symptome waren zunächst unspezifisch und deshalb auch nicht konkret zu benennen. Hinzu kam eine gelegentliche Schwäche in den Armen. Hier konnte nur eine Kernspinnangiographie weiter helfen.

Diese ergab, dass ein Verschluss der Schlagader unter dem Schlüsselbein (Arteria subclavia), die den Arm versorgt, vorlag. Hinzu kam eine Engstelle im gemeinsamen Gefäßstamm für Arm und Kopf rechtsseits (Truncus brachiocephalus). Dann waren noch ältere, kleinere Infarktareale erkennbar, die zum sonstigen Bild nicht passten.

Spezailgebiet 'Hybridverfahren / Hybrideingriffe'

Hier musste ein außergewöhnlicher Operationsplan erstellt werden. Eine sogenannte Aufdehnung mittels Katheter und Ballon oder Stent, die heute klassische Intervention, hätte die Gefahr erhöht, ein mögliches Gerinnsel zu verschleppen. Es musste also nach einer Alternative gesucht werden, die diese Gefahr verringert. Das einzige noch gut durchblutete Gefäß war die linke Halsschlagader.

Spezailgebiet 'Hybridverfahren / Hybrideingriffe'

Das Team der Augusta Gefäßchirurgie entschloss sich deshalb, einen Bypass von der linken Halsschlagader (Arteria carotis communis) sowohl zur Halsschlagader auf der Gegenseite (Arteria carotis communis) als auch zur Schlüsselbeinschlagader zu legen. Damit war die Gefahr der Gerinnselverschleppung und einem resultierenden Schlaganfall gebannt und die kraftvolle Nutzung des linken Arms wieder gewährleistet.

Die Operation konnte minimal invasiv durchgeführt werden. Der Brustkorb musste nicht geöffnet und die Halsschlagader nicht vollständig geklemmt werden. Dank dieses unkonventionellen und schonenden Eingriffs geht es der Patientin heute wieder gut.


Unmögliches möglich machen

Interdisziplinäre Medizin in der Augusta-Gefäßchirurgie

Interdisziplinäres Arbeiten, der Informationsaustausch von Spezialisten einzelner Fachgebiete, ist in Medizin und Wissenschaft kein neuer Aspekt, wenn es um die Lösung fachübergreifender Probleme geht.

Häufig bleibt interdisziplinäres Arbeiten allerdings auf die theoretische Ebene beschränkt. Auf Kongressen oder Symposien werden neue Erkenntnisse, Operationstechniken oder Therapien unter besonderer Berücksichtigung der Nachbardisziplinen vorgestellt und diskutiert.

Auch im Einzelfall tauschen Medizinerkollegen sich natürlich aus. Komplexe Befunde erfordern nicht selten das Fachwissen zweier Spezialisten. Dieser Informationsaustausch erfolgt in der Regel in „bilateralen“ Gesprächen der Ärzte, die, jeder auf seinem Gebiet, einen Patienten betreuen.

Im Gefäßzentrum Bochum der Augusta-Kranken-Anstalten ist der interdisziplinäre Austausch bereits seit geraumer Zeit institutionalisiert worden. Dazu wurde ein Arbeitskreis „zur monatlichen fachübergreifenden Indikationsbesprechung“ ins Leben gerufen.

Thematisch widmet sich dieser interdisziplinäre Arbeitskreis den Fachgebieten Gefäßchirurgie inclusive Shuntchirurgie, Phlebologie, Kardio-Chirurgie, interventionelle Radiologie und Kardiologie. Die Leitung der Arbeitsgruppe obliegt den Dres Jochen Beyer (Gefäßchirurgie) und Detlef Longwitz (Angio-Radiologie). Neu an dieser Arbeitsgruppe ist zum einen, dass sie eine regelmäßige Einrichtung ist, die nicht nur bei Bedarf zusammen findet. Zum anderen werden hier weniger theoretische Fragen erörtert, sondern vielmehr konkrete Fälle dem Gremium vorgestellt.

Beteiligt sind bei der Einzelfallbetrachtung also nicht nur die behandelnden Ärzte, sondern auch Kollegen, die mit dem Patienten nicht befasst sind. Neben den angestellten Medizinern der Augusta-Krankenanstalten sind vor allem auch niedergelassene Ärzte und Kollegen aus anderen Kliniken eingeladen, an den Gesprächen teilzunehmen.

Wie sehr eine intensive interdisziplinäre Arbeit dem Patienten zugute kommt, zeigt sich am Fall eines 67jährigen Mannes. Diagnostiziert wurde zum einen ein großer Harnblasentumor (Urothelkarzinom der Harnblase) in Verbindung mit einem Prostatakarzinom. Zum anderen wurde ein Aneurysma der infrarenalen Aorta (unterhalb der Niere gelegen) und der Beckenschlagadern festgestellt. Für beide Einzeldiagnosen gibt es standartisierte Operationsmöglichkeiten für den Urologen und den Gefäßchirurgen. Das gleichzeitige Auftreten beider lebensbedrohlicher Erkrankungen allerdings barg zunächst kaum zu überwinden scheinende Probleme.

Eine Operation beider Erkrankungen in einem Eingriff war ausgeschlossen, da für die Anlage einer Neoblase Darmgewebe verwendet werden muss. In einem solch hochinfektiösen Klima ist eine gleichzeitige Operation an der Aorta nicht möglich. Da Harnblasen- und Prostatakarzinom als lebensbedrohlicher eingeschätzt wurden, stand gleichzeitig fest, dass diese Eingriffe eine höhere Priorität besaßen und zuerst durchgeführt werden sollten bzw. mussten.

Dadurch ergab sich ein neues Dilemma. Denn mit konventioneller Operationstechnik konnte der Urologe zwar die Karzinome entfernen und eine neue Blase schaffen und in Funktion nehmen. Mit der üblicherweise angewendeten Technik würden die charakteristische W-Form der Neoblase und Verwachsung mit dem Nachbargewebe jedoch den späteren Zugang zu den Aneurysmen und die Installierung einer Prothese versperren.

Der Urologe war also gefordert, die Form der Neoblase zu modifizieren und so einzubetten, dass eine Zugriffsmöglichkeit für den Gefäßchirurgen blieb. Der Gefäßchirurg wiederum musste Art und Größe dieses Korridors so definieren, dass er zwar alle notwendigen Eingriffe vornehmen konnte, dabei aber seinerseits die Arbeit des Urologen so wenig wie möglich einschränkte. Dies führte zur Entwicklung eines komplexen Operationsplans, der bereits beide, mehrere Monate hinter einander liegende Eingriffe, umfasste.

Spezailgebiet 'Hybridverfahren / Hybrideingriffe' Spezailgebiet 'Hybridverfahren / Hybrideingriffe'

links: Dichtigkeitstest der Neoblase; rechts: Lage der Netzplombe

Das Ergebnis war eine Harnblase, deren übliche W-Form des linken Halses modifiziert und die mittels einer breiten Netzplombe am Zusammenwachsen mit anderen Gefäßen und Organen gehindert wurde. Das großzügige Netzgewebe bildete außerdem eine „Isolierschicht“, an der entlang der Gefäßchirurg später einen Weg zu den Aneurysmen finden konnte, ohne die Blase zu verletzen und ihre Dichtigkeit zu gefährden.

Der Eingriff des Urologen wurde in Anwesenheit des Gefäßchirurgen vorgenommen, der dabei beobachten konnte, wie sich sein späteres Arbeitsgebiet gestaltete. Nachdem die erste Operation erfolgreich verlaufen war, wurden sieben Monate später die Aneurysmen behandelt. Auch hier waren wieder beide Spezialisten am Operationstisch. Der Urologe half nun dem Gefäßchirurgen, den geplanten Weg zu den Aneurysmen ohne Komplikationen zu finden und den lebensgefährlichen Gefäßschaden mittels einer Prothese zu beheben. Auch diese Operation verlief planmäßig und erfolgreich.

Nur durch die außerordentlich enge Zusammenarbeit der Spezialisten, das Wissen um die genauen Möglichkeiten, Einschränkungen und Arbeitsabläufe des jeweils anderen, und nicht zuletzt durch die gemeinsame Modifizierung und Anpassung gängiger Praktiken an den Einzelfall in Verbindung mit genauer gemeinsamer Planung konnte dieser komplexe und komplizierte Befund erfolgreich behandelt werden.

Dem Patienten geht es, dank interdisziplinärer Zusammenarbeit, heute wieder gut.


Modernste OP-Technik in neuem Hybridsaal

Spezailgebiet 'Hybridverfahren / Hybrideingriffe'Die Hybridtechnik ist eine Kombination aus offen-gefäßchirurgischen Eingriffen und interventionellen radiologischen Leistungen. Dadurch ist es möglich, komplexe Veränderungen am Gefäßsystem zu versorgen. Diese Eingriffe sind bei uns seit Jahren etabliert.> Jetzt wurde modernste OP-Saaltechnik mit dem neuesten Angiographiesystem verbunden:
Im Sommer wurde der neue Hybridsaal in Betrieb genommen. Chefarzt Dr. Beyer und Dr. Longwitz, Leiter der interventionellen Radiologie, sind hoch erfreut, nach entsprechend langer Bauphase die Räumlichkeiten nun nutzen zu können. Das seit Jahren vorliegende fachliche know how kann mit der entsprechend neuesten Technik zum Wohle der Patienten eingesetzt werden.

Das in unserem Hybrid-OP installierte Angiographiesystem mit der einmaligen Verbindung modernster Röntgentechnologie mit einem robotisch motorisierten C-Arm bringt eine überragende Flexibilität, sowohl für die Bildgebung als auch die Operations-Planung.

Der Einsatz von Industrierobotertechnik bei Angiographiesystemen ist vollkommen neu und erlaubt Untersuchungen wie auch Therapien in nie gekannter Präzision bei nahezu unbegrenzter Bewegungsfreiheit. Der Flachdetektor als Bildsystem kann bei dieser Kombination schnell und präzise um den Patienten routieren, sodass CT-ähnliche Bilder ebenfalls erzeugt werden können. Dieses ist wichtig, insbesondere bei schwierigen anatomischen Konstellationen oder zur Planung und Kontrolle komplexer Eingriffe. Von besonderer Bedeutung ist insbesondere für mehrfach genutzte Räume (Hybdrid-OP) die Möglichkeit, das C-Bogen-System - wenn es nicht benötigt wird - in eine Parkposition auf kleinstem Raum unterzubringen. Dieses erleichtert dem OP-Team seine weitere Arbeit.


Zeitungsartikel "Neues OP-Verfahren für Gefäßeingriffe setzt in Bochum Maßstäbe"

Zeitungsartikel 'Neues OP-Verfahren für Gefäßeingriffe setzt in Bochum Maßstäbe'

„Drei Prozent aller Männer in Europa sterben an einer geplatzten Aorta“, weiß Dr. Jochen Beyer. Der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie an der Augusta-Krankenanstalt will mit einem neuartigen Operationsverfahren die Risiken eines Eingriffs mindern.

Die Aorta ist die größte Schlagader, die „Hauptstraße“ samt Ausfahrten, die den Körper mit Blut versorgt. Doch im Alter droht Staugefahr durch Gefäßverkalkung. Rauchen, hoher Blutdruck oder Stoffwechselstörungen können zur extremen Erweiterung der 2,5 bis 3,5 Zentimeter breiten Arterie führen. Der Fachbegriff lautet Aneurysma. Es gibt keine Anzeichen, keine Warnsignale. Ärzte sprechen vom „geräuschlosen Killer“. Denn: Es herrscht Lebensgefahr. Platzt ein Aneurysma, kann der Mensch innerlich verbluten. Die Schmerzen sind furchtbar.

Erweiterungen oberhalb der Nieren sind für den Operateur weniger dramatisch. „Hier kann das erkrankte Stück relativ einfach gegen eine Prothese ausgetauscht werden. Das beherrscht jeder Gefäßchirurg“, sagt Dr. Beyer. Problematischer ist ein Aneurysma im Bauchraum. Nieren, Magen, Darm, Leber: Während der OP müssen die lebenswichtigen Organe weiter mit Blut versorgt werden. Eine Aufgabe, die gemeinhin eine Herz-Lungen-Maschine übernimmt, die an die Seitenäste der Aorta angeschlossen wird.

OP-Team gewinnt Zeit

„Doch die maschinelle Blutversorgung birgt Risiken, etwa eine Embolie“, betont Dr. Beyer. Der Augusta-Chefarzt lässt die Herz-Lungen-Pumpe deshalb immer häufiger ausgeschaltet. Stattdessen wird ein inneres Schlauchsystem installiert. Über eine Kanüle wird Blut aus der Aorta abgesaugt; sie mündet in vier Schläuchen, die in die Arterien hineinführen und die Organe mit Blut versorgen.

Das OP-Team gewinnt Zeit, um eine Prothese aus weißem Teflon zu setzen und sie mit den „Ausfahrten“ der Hauptschlagader zu verbinden. Die ersten OPs mit dem Schlauch-Verfahren seien erfolgreich verlaufen, erklärt der Augusta-Chefarzt. Gleichwohl sei es für die Patienten eine schwere Operation: Mehreren Tagen auf der Intensivstation folgen in der Regel zwei bis drei Wochen Klinikaufenthalt und eine Reha.

Beim Ersatz der kompletten Bauchaorta hält Dr. Beyer die maschinenlose Methode für wegweisend, sieht sich als medizinischer „Lückenfüller“: „Kardiologen erkennen ihre Aufgabe in der Behandlung des Herzens und wagen sich nicht über den oberen Aortenbogen hinaus. Die meisten Gefäßchirurgen wiederum arbeiten eher im unteren Bereich bis zum Becken und wagen sich nicht höher…“

Vorsorgeuntersuchung ab dem 60. Lebensjahr

Kein Wagnis sollten vor allem Männer ab dem 60., spätestens 65. Lebensjahr eingehen – und sich regelmäßig einer Vorsorgeuntersuchung unterziehen. Gerade weil es keinerlei Symptome für eine Erweiterung der Hauptschlagader gibt, könne ein regelmäßiger Check lebenswichtig sein, um mögliche Zeitbomben in den Blutgefäßen rechtzeitig zu entdecken.

„Mit einer Ultraschalluntersuchung können 95 Prozent der Bauchaorten-Aneurysmen diagnostiziert werden. Die Kosten für die Vorsorge werden von den Krankenkassen übernommen“, bekräftigt Dr. Beyer.

Quelle: WAZ, 10.04.2012

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Zeitungsartikel "Unbemerktes Risiko"

Zeitungsartikel 'Unbemerktes Risiko'
In der Augusta Krankenanstalt erhalten Aneurysmapatienten eine künstliche Arterie

Quelle: RuhrNachrichten Bochum, 01.03.2012

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Zeitungsartikel "Venen können Leben retten"

Zeitungsartikel 'Venen können Leben retten'
Fachärzte warnen bei WAZ-Sprechstunde vor einer vorschnellen Entfernung

Krampfadern bergen Gefahren. „Dennoch sollten gerade jüngere Patienten gut über eine Entfernung nachenken“, betonten die Fachärzte, die bei der WAZ-Sprechstunde über Venenleiden informierten.

Mit Prof. Dr. Markus Stücker und Prof. Dr. Achim Mumme, Leitende Ärzte am Venenzentrum des Katholischen Klinikums, und Dr. Jochen Beyer, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie an der Augusta-Krankenanstalt, hatten die WAZ und AOK drei ausgewiesene Venen-Experten für die Fragerunde gewonnen. Zahlreiche Leser nutzten die Chance, die Mediziner am Telefon um Rat zu bitten.

Deren zentrale Botschaft: Nicht jede Krampfader muss herausoperiert oder verödet werden. „Im Laufe des Lebens können Gefäßerkrankungen am Herzen oder an den Beinen auftreten, die eine Bypass-Operation erforderlich machen. Dafür werden die oberflächlichen Venen als Gefäßersatzmaterial benötigt. Vor allem bei Risikopatienten - etwa Diabetiker, Patienten mit Bluthochdruck oder Rauchern - sollte die große Stammvene daher möglichst erhalten bleiben“, empfiehlt Prof. Stücker, der am Venenzentrum seit über zehn Jahren gute Erfahrungen mit einer venenerhaltenen Therapie macht.

Tag der offenen Tür

„Die Ergebnisse entsprechen den herkömmlichen Stripping-Eingriffen.“ Weitere Option: Ein aufgeschäumtes Medikament wird in die Vene gespritzt und setzt einen körpereigenen Abbauprozess in Gang. „Ein effizientes und elegantes Verfahren“, so Prof. Mumme.

Diese und weitere Behandlungsmethoden stehen auch im Blickpunkt des Tages der offenen Tür, zu dem das Venenzentrum an der Hiltroper Landwehr 11-13 in Gerthe am Mittwoch, 8. Februar, zusammen mit der AOK und dem Sanitätshaus Amberg einlädt. Ab 15 Uhr werden u.a. kostenlose Venen-Messungen angeboten (Anmeldungen unter 0234/ 95 87 261). Die Tests zeigen an, ob die Venen ihre volle Leistung bringen oder die Funktion eingeschränkt ist. Vorträge, Führungen und Beratungen runden den Tag ab.

Quelle: WAZ, 04.02.2012

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Zeitungsartikel "Experten beraten über die Volkskrankheit Venenleiden"

Zeitungsartikel 'Experten beraten über die Volkskrankheit Venenleiden'
Telefonsprechstunde der WAZ am heutigen Mittwoch zwischen 15 und 17 Uhr ist mit hochkarätigen Medizinern besetzt
Quelle: WAZ, 01.02.2012

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Vortrag zur Shuntchirurgie am 4.10.2011

Im Rahmen des Stammtisches der “Selbsthilfegruppe der Dialysepatienten und Nierentransplantierten Bochum e.V.“ am 04.10.2011 wird ein Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie einen Vortrag zur Shuntchirurgie (Shuntanlage, Shuntrevision) halten.

Der Stammtisch findet statt im Paritätischen Zentrum Bochum, Kortumstr. 145 und beginnt um 18:30 Uhr, die Dauer des Vortrags liegt bei maximal 90 Minuten, anschließend werden aufgekommene Fragen in einer kleinen Gesprächsrunde beantwortet.


Beratung zur Diabetologie

Frau Dr. Bode, weitere Kollegen und das Schulungsteam mit Schulungsschwester Frau Höneberg und Ernährungsberaterin Frau Damek unterstützen die Klinik für Gefäßchirurgie bei der Erstdiagnose, mit umfangreicher Beratung, Schulung, Einstellung und einer Versorgung mit den erforderlichen Materialien und Medikamenten.

 » Leistungen Diabetologie

 


Verabschiedung von Dr. Matzdorf und Begrüßung von Jens Köhler

Am 22.07.2011 verabschiedeten wir unseren Oberarzt Herrn Dr. Holger Matzdorf nach über 14 Jahren feierlich. Wir wünschen ihm in seiner neuen Position als Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie in den Sana Kliniken Duisburg viel Erfolg.

Wir freuen uns, Herrn Jens Köhler in unserem Hause zur Verstärkung des gefäßchirgischen Teams als Oberarzt gewonnen zu haben. Herr Köhler war zuletzt als Oberarzt in der Klinik für Herz-Thorax- und Gefäßchirurgie unter Leitung von Prof. Dr. G. Walterbusch im St. Johannes-Hospital Dortmund tätig und dort für den Bereich Gefäßchirurgie verantwortlich. Durch seine langjährige Tätigkeit in dieser Klinik verfügt er über ausgezeichnete fachliche und operative Kompetenzen.


Patientenseminar 'Das gefäßkranke Bein'Patientenseminar "Das gefäßkranke Bein"

Herzliche Einladung zum Patientenseminar "Das gefäßkranke Bein" am 31.01.2011 von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Klinikum Westfalen/Knappschaftskrankenhaus Dortmund Brackel, Konferenzräume 1. OG

Programm:

16.00 Uhr Begrüßung
Carsten Hampel-Kalthoff
Geschäftsführer ORGAMed Dortmund GmbH
16.15 Uhr Vortrag
Was passiert mit mir in der Gefäßabteilung bei Untersuchungen und kleinen Eingriffen in der Röntgenabteilung?
Herr Achim Kredteck, Facharzt für Innere Medizin, Angiologie
Leitender Oberarzt, Klinikum Westfalen – Klinik am Park – Lünen Brambauer
16.45 Uhr Vortrag
Welche Möglichkeiten gibt es, mein Bein zu operieren? Dr. med. Jochen Beyer, Facharzt für Chirurgie Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie Augusta-Krankenanstalt gGmbH, Bochum
17.15 Uhr Vortrag
Welchen Vorteil habe ich bei der Behandlung in einem Pflege-Therapie Stützpunkt für Menschen mit chronischen Wunden? Welche Berufsgruppen arbeiten hier wie zusammen?
Carsten Hampel-Kalthoff, Krankenpfleger, Pflegerischer Fachexperte für Menschen mit chronischen Wunden, Geschäftsführer ORGAMed Dortmund GmbH
17.45 Uhr Fragerunde
Sie fragen… wir antworten…
Die Referenten stehen den Teilnehmern für Fragen zu den Themen zur Verfügung.
18.30 Uhr Verabschiedung
Einladung zum Abschluss Imbiss
19.00 Uhr Ende der Veranstaltung

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Willkommen zum Gefäßtag: Samstag, 30. Oktober 2010, 10 bis 14 Uhr

Einladung Gefäßtag 2010

Zum bundesweiten Informationstag lädt das Gefäßzentrum Bochum am Samstag, 30. Oktober (10 bis 14 Uhr), Patienten und interessierte Menschen ein. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) ruft mit Erfolg zu diesem Aktionstag auf, in dessen Rahmen Kliniken und Praxen über die Gefäßmedizin informieren.

Dr. med. Jochen Beyer, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Dr. med. Detlef Longwitz, Leiter des Angioradiologischen Instituts, zwei ausgewiesene Experten auch auf dem Gebiet der Aneurysmaversorgung, stehen für Gespräche und Einzelberatungen zur Verfügung.

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Artikel in Heilberufe 8/10

Artikel 'Gefäßerkrankungen - Komplexe Kompressionstherapie'
Gefäßerkrankungen - Komplexe Kompressionstherapie
Quelle: Heilberufe 8/10

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Zeitungsartikel "Patientenseminar Schlaganfall"

Zeitungsartikel 'Patientenseminar Schlaganfall'
Medizinisches Qualitätsnetz lädt am kommenden Mittwoch ins Museum Bochum
Quelle: WAZ, 10.04.2010

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Patientenschulung Carotisstenose / Schlaganfall

Patientenschulung Carotisstenose / Schlaganfall
9% der über 65jährigen leiden an einer Verkalkung der Halsschlagader (Carotisstenose). Damit haben allein in Deutschland mehr als 1,1 Miollionen Menschen ein erhöhtes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden.

Im Rahmen des Patientenseminars des Medizinisches Qualitätsnetz werden Sie von Hernn Dr. Med. Nastos, Facharzt für Neurologie (Europahaus Bochum), Herrn Dr. med. Longwitz, Leiter des Radiologischen Instituts und Herrn Dr. med. Beyer, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie der Augusta-Kranken-Anstalt umfassende Informationen über Früherkennung und Präventionsmöglichkeiten erhalten.

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Arteriosklerose ein entzündlicher Prozeß?

Arteriosklerose ein entzündlicher Prozeß?Das deutsche Ärzteblatt widmete in seiner Ausgabe vom 17. Januar 2003 dieser Fragestellung einen ausführlichen Bericht. Unter der Federführung von Dr. med. Detlev Longwitz wurde dieser Bericht aufgearbeitet und die Kernaussagen hierzu werden im Folgenden kurz dargestellt.

Schon um die vorletzte Jahrhundertwende hat von Virchow die Vermutung geäußert, bei der Arteriosklerose handele es sich möglicherweise um einen entzündlichen Prozeß. In der aktuellen medizinischen Diskussion findet von Virchows These immer mehr Beachtung. Dabei werden signifikante Einzelbeobachtungen quasi endemisch verlaufender foudroyanter Gefäßerkrankungen mit zumeist kardialer Manifestation zur Verifizierung dieser These herangezogen.

Dabei stehen zwei Fragestellungen im Fokus des Interesses:

Führt eine entzündungshemmende Therapie zu einer signifikanten Senkung kardiovaskulärer Ereignisse (Herzinfarkt, Gefäßverschluß)?

Welcher Marker ist diagnostisch und verlaufskontrollierend sinnvoll?

Es hat sich gezeigt, daß die örtliche Manifestation einer Gefäßkrankheit vielfach nur die "Spitze des Eisberges" eines unspezifischen systemischen Prozesses ist. Dieser wird mit Hilfe des C-reaktiven Proteins (CRP) als klasssischem Entzündungsparameter erfaßt. Erhöhte CRP-Spiegel sind sowohl medikamenteninduziert wie auch lebensstilassoziert nachweisbar.

Ausgangspunkt der Arteriosklerose ist eine entzündliche Reaktion in der Gefäßwand. Der Erkrankungsprozeß wird durch Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Diabetes mellitus und andere systemisch stimuliert.

Patienten mit sehr hohen Plasmakonzentrationen von CRP tragen ein deutlich erhöhtes Risiko für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall). Hinweise darauf, daß CRP direkt am arteriothrombotischen Prozeß beteiligt ist, führen zu der logischen Schlußfolgerung, daß eine therapeutische Senkung dieser erhöhten Plasmakonzentration durch geeignete Medikamente (Sterine) sowie Gewichtsreduktion und eine Erhöhung der körperlichen Aktivität zu einer positiven Beeinflußung des Krankheitsverlaufes führen müssen.

Leider existieren zur Zeit jedoch noch keine Leitlinien zur routinemäßigen Bestimmung des CRP-Spiegels zur Prävention der Arteriosklerose. Ebenso wenig gibt es aktuell gültige Therapieempfehlungen, die sich daraus ableiten ließen.

Dennoch stellen die dargestellten Erkenntnisse eine vielversprechende Basis weiterer Beobachtung und Erforschung dar, die weiter verfolgt werden wird. An dieser Stelle wird deshalb über die weiteren Erkenntnisse berichtet werden.


Tag der offenen Türen 2009Tag der offenen Türen

Augusta und EvK laden Bochum und Hattingen ein

Gesundheitstag
Medizin . Pflege . Bildung

Samstag, 19. September 2009, 10 bis 18 Uhr